Effizienz durch Software: neuer QNX Hypervisor für kostengünstige, konsolidierte Embedded-Systeme

Der Hypervisor ermöglicht den gemeinsamen Betrieb kritischer und nicht kritischer Applikationen auf derselben Hardwareplattform und senkt dadurch die Systemkosten für Embedded-Geräte in medizintechnischen, industriellen und Automotive-Anwendungen.

OTTAWA, 18. Februar 2015 - QNX Software Systems Limited, eine Tochtergesellschaft von BlackBerry Limited, hat heute den QNX® Hypervisor 1.0 angekündigt, einen Typ-1-Echtzeit-Hypervisor für medizintechnische Geräte, industrielle Automatisierungsanlagen und Automotive-Anwendungen wie Infotainment-Systeme, Fahrerassistenzsysteme (ADAS) und digitale Kombi-Instrumente. Entwickler von Embedded-Systemen können mit dem QNX Hypervisor mehrere Betriebssysteme auf einer gemeinsamen Computing-Plattform oder einem gemeinsamen SoC (System on Chip) konsolidieren und dadurch Kosten, Größe, Gewicht und Leistungsaufnahme ihrer Produkte reduzieren.

Der QNX Hypervisor vereinfacht den Zertifizierungsprozess für sicherheitskritische Systeme ? Entwickler können sicherheitsrelevante und nicht sicherheitsrelevante Software vollständig voneinander isoliert halten. Die sicherheitsrelevanten Komponenten werden dabei auf einem OS ausgeführt, während nicht sicherheitsrelevante Komponenten auf einem anderen OS laufen, das der Hypervisor in einer separaten virtuellen Maschine hostet. Diese Technik ergänzt die fortschrittlichen Isolationsmechanismen im QNX Neutrino® OS, die verhindern, dass Softwarekomponenten andere Komponenten oder das OS selbst beschädigen bzw. von diesen benötigte Systemressourcen vereinnahmen.

Im QNX Hypervisor kommt zum Patent angemeldete Technologie zum Einsatz, die die Entwicklungszeit für konsolidierte Systeme reduziert. Mit dieser Technologie können mehrere Betriebssysteme einen einzelnen Display-Controller gemeinsam benutzen und mit seiner Hilfe Inhalte auf zwei oder mehr Displays rendern, wie etwa ein digitales Kombi-Instrument und einen Infotainment-Touchscreen. Der QNX Hypervisor kann auch die gemeinsame Nutzung anderer Ressourcen vereinfachen, darunter etwa Netzwerkverbindungen, Dateisysteme und andere E/A-Geräte wie der serielle I2C-Bus. Für Entwickler fällt dadurch der Aufwand weg, eigene Treiber für gemeinsam genutzte Geräte entwickeln zu müssen, die die Kosten für Tests und Zertifizierung erhöhen und häufig weniger leistungsfähig sind als die vom Anbieter bereitgestellten Gerätetreiber.

Der QNX Hypervisor schützt außerdem die Software-Investitionen der Kunden, indem er den Arbeitsaufwand zur Portierung vorhandener Software von Legacy-Systemen auf neue Hardwareplattformen minimiert.

Die Geschäftstätigkeit von QNX Software Systems ist stark auf Märkte ausgerichtet, die nach aktuellen Daten von VDC Research in den nächsten drei Jahren vermehrt zu Hypervisoren und anderen Virtualisierungstechniken greifen werden ? Märkte wie Automotive, Medizintechnik, industrielle Automatisierung sowie der Schienen- und Straßenverkehr.

?Immer mehr Entwicklungsabteilungen konsolidieren Systeme, die bisher diskret waren, und benötigen daher neue Softwarelösungen. Durch Einsatz eines Hypervisors lassen sich sicherheitsrelevante Funktionen von nicht sicherheitsrelevanten Funktionen isolieren und die Hardwarekosten senken. Es besteht außerdem Potenzial für Vereinfachungen beim Zertifizierungsprozess", so Christopher Rommel, EVP bei VDC Research. ?QNX Software Systems kann auf eine anerkannte langjährige Historie bei missionskritischen Embedded-Systemen zurückblicken und hat mit der Vorstellung des QNX Hypervisor nun eine weitere Option für Kunden im Programm, die ihre Designs der nächsten Generation optimieren wollen."

Der QNX Hypervisor unterstützt das QNX Neutrino OS und weitere Betriebssysteme wie Linux und Android. Er erfüllt einschlägige Normen wie die IEC 61508 für Sicherheit im industriellen Bereich, ISO 26262 für Sicherheit in Kraftfahrzeugen und IEC 62304 für Medizingeräte-Software.

Der QNX Hyperv